Rote Beete

The long and winding road: Rote Beete Hamburg !

Die Rote Beete Hamburg wurde 1977 von Mitgliedern unterschiedlicher K-Gruppen (wer das nicht weiß: das waren marxistische Gruppen, die in der Folge der 1968er-Zeit entstanden waren und von den verschiedenen Revolutionsführern bzw. Vordenkern marxistischer Umwälzungen inspiriert waren) gegründet. Auch für den 1982 dazu gekommenen Verfasser dieser Zeilen liegen diese ersten 5 Jahre in fast völligem Dunkel. Die häufig gestellte Frage, woher der Name kommt, ist am ehesten damit zu beantworten, dass Mao-Tse-Tung einst seinen Chinesen empfahl, sie sollten mehr Rote Beete essen, das stärke das Blut und die Kraft. (So gesehen könnte es am Anfang um revolutionäre Körperertüchtigung gegangen sein.)
Das Ergebnis zeichnet sich heutzutage ab: das 21. Jh. wird das der kommenden Weltmacht Nr. 1 China sein… So gesehen ist es schwer erklärlich, warum RBH nicht zum FC Barcelona des Weltfussballs wurde. Schuld sind wahrscheinlich eine Reihe ideologischer Abweichungen durch Aufnahme von Elementen aus dem anarchistischen und autonomen Spektrum sowie ein nicht übersehbarer Hang zu alkoholischen Getränken.
Denn dies führte immer schon zu extrem flachen und auch breiten Hierarchien: jahrelang stellte sich z.B. die Mannschaft selbst auf, wenn auch erst ca. 5 Minuten nach dem Anpfiff. Legendär auch z.B. das Abwehrverhalten unseres Siggi Beck, der es vor ca. 20 Jahren hier am Kuhhirten schaffte, sich einem Torschuß auf der Linie neben dem Pfosten erfolgreich in den Weg zu stellen, ohne dass er hätte sicher stehen können ohne sich festzuhalten an selbigem Pfosten. Auch das taktische Potential der Mannschaft schwankte so immer zwischen Genie und Wahnsinn.

Nachdem die RBH bis zu ihrer 1. DAM-Teilnahme (1994) schon eine lange Reihe von Spielern hatte kommen, gehen und (viele) bleiben sah, so dauerte es bis ca. 2005/2010, bis eine 2. Generation die tragende Rolle übernahm. Gegen die schleichende Puddingisierung der großen Körpermuskulatur half offenbar auch keine Rote Beete, sondern doch nur die Fortpflanzung. Wesentlich verjüngende Bedeutung hatte auch die Fusion mit der Hamburger „Buffplatzmafia“ vor nunmehr auch schon wieder 8, 9 Jahren.
Unvergessen sind andererseits Horst und Siggi, die wir schon zu Grabe getragen haben. Die legendäre Innenverteidigung der frühen Jahre. Haltet den Ball hoch, bis auch wir kommen !
So, und das soll jetzt erst mal zur Einführung genügen. Alles weitere dann wie immer auffem Platz, auf dem ja auch bekanntlich die Wahrheit liegt, wir freuen uns auf Euch andere Mannschaften und die DAM, Walk on !